EQUILIBRIUM TREMENS
Während der «Art Week» trifft sich die Kunstwelt in Basel. Die Stadt wird zur Bühne für Ausstellungen, Diskussionen und Begegnungen. Ich lasse mich jeweils von der Nase leiten. So war es auch vor bald zehn Jahren, als ich an der «Solo Project Basel» auf den rumänischen Künstler Giotto Doichita stiess. Wir kamen ins Gespräch, blieben in Kontakt und vereinbarten eine Ausstellung in der Vitrine. Im Januar besuchte ich ihn in Arad und er führte mich durch sein Atelier im Turm des neobarocken Rathauses. Seine Gemälde zeichnen sich durch ein zittriges Gleichgewicht aus – ein «Equilibrium tremens», ein Zustand zwischen Schwingung und Stabilität. Strukturell verankert, zugleich lyrisch und ausdrucksstark. Kurzum: Ich bin begeistert von Giottos Bildern und freue mich besonders, für die Vernissage die Performance Art Künstlerin Claudia Bucher* gewonnen zu haben.
*Freischaffende Künstlerin, geb. 1971 in Zug, lebt in Horw, Luzern. Studium an der City & Guilds Art School London und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern (Studiengang Bildende Kunst). Tätig in den Bereichen Performance Art, Installation, Zeichnung und Originalgrafik.